Motette mit “different voices”

Motette mit “different voices”Am 13. März konnten wir unter dem Motto “different voices” gemeinsam mit dem Saxophonisten Andreas Francke und dem Pianisten Herwig Rutt die Motette in der Tübinger Stiftskirche musikalisch gestalten, eine seltene Gelegenheit, trotz Pandemie einmal wieder zusammen zu musizieren. Dies war zwar nur in stark reduzierter Besetzung und nach negativen Schnelltests vor jedem Proben und den beiden komplett “ausgebuchten” Aufführungen möglich, brachte uns aber wieder dazu, die Stimmen in Schwung zu bringen, und den dankbaren Tübinger Motetten-Besuchern den viel zu lange vermissten Chorgesang zu bieten. Im Programm waren Stücke von der Renaissance bis heute, ausgesucht mit dem Ziel, den Hörern besondere Klangerlebnisse zu bieten.

Schwäbisches Tagblatt: “…
„Audite, silete, divina musica“ mit feinem Tenor-Silberstreif im Chorklang. …
… Bei Ola Gjeilos „Evening Prayer“ ließ Chorleiter Frank Schlichter seine Semiseria Harmonien improvisieren und dynamisch ausleuchten: Crescendo-Wellen wie anrollende Brandung, in die sich Alt-Saxophon und Klavier mischten, machten den erklingenden Moment intensiv erlebbar, feierten den gemeinsamen Augenblick. …

[Über eine Improvisation zu einem Bach-Choral:]
Cluster-Verschiebungen in Zeitlupe, atonal verschlungene Pfade; ein magisch irrealer, nebliger Klang, durch den das Sopran-Saxophon irrlichterte. Individuelle Wege durch die Nacht, bis sich am Zeilen-Ende alle in einer gemeinsamen Harmonie wiederfanden – geradezu ein Symbol für Vereinzelung in der Pandemie. Und eine bemerkenswerte Intonationssicherheit, zumal bei der derzeit vorgeschriebenen weiten Choraufstellung….

Und in einem Leserbrief: “Ein beglückendes Konzerterlebnis…”, für das die Schreiberin “…allen Sängern und Sängerinnen, ihrem Chorleiter und den Solisten aufs Herzlichste Danke sagen” möchte

 

 

Reutlinger Generalanzeiger:

… Dass die Klangkultur des Tübinger Semiseria-Chors über die probenlose Zeit immer noch bemerkenswert geblieben ist, ließ sich am Samstagabend in der Motette hören,…
Warum Orlando Gibbons, … der Lieblingskomponist des verschrobenen Klaviergenies Glenn Gould war, ließ sich an seiner wunderbar weich gesungenen Hymne »Drop, Drop Slow Tears« ebenso nachvollziehen wie die plastisch filigrane Tongebung, die sich der Chor bewahrt hat.

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